Vive México – Beetle, Beats and Beaches

Ok. Das ist also Mexiko. Gleich nach der Ankunft geht es zum Zoll. Man konnte selbigen auch kaum verfehlen. Es stand ein Haufen von ca. 1.000 Menschen vor ‚irgendwas’. Es herrschte das totale Chaos. Ich redete mir ein ‚Ach komm, nicht aufregen, du kannst es eh nicht ändern und die Customs haben schließlich auch keinen Bock auf so nen Menschenauflauf und werden sich hoffentlich beeilen’.

Ne Viertelstunde später formen sich Reihen, kurz darauf kommen wir alle der Aufforderung nach, eine Gasse für Familien mit Kindern zu bilden, durch die dann selbige nach vorne stürmen. Frauen (mit Männern) und Kinder zuerst. Ich kannte die KanadierInnen bislang nur als super entspannte Schlangensteher, aber selbst denen wird es zu viel. Es wird geflucht, was das Zeug hält. Ich finde das sehr unterhaltsam.

Eine Stunde später kann ich dann endlich in den Bus Richtung Cancun Downtown steigen. Vorher gehts es aber noch an zig Taxifahrern vorbei, die allesamt fragen, ob ich denn ein Taxi wolle. Ich versteh das immer nicht. Würde ich nicht auf sie zugehen, wenn ich ein Taxi haben wollte?! Wer mich gleich so nervt, der kriegt allerhöchstens nen strafenden Blick von mir zugeworfen, gratis.

Die Fahrt in die Stadt läuft über den örtlichen Busservice, den auch die Locals benutzen. Ein wichtiger Fakt, denn dort wo viele TouristInnen unterwegs sind, herrscht meist auch Abzocke. Der Reisebus ist nagelneu, die Klimaanlage genau richtig eingestellt (das haben die in Mexiko echt drauf!) und die Fahrt in die Stadt dauert nur gut 30 Minuten.

Ohne zu wissen, dass Hochsaison herrscht, hab ich, weil ich wie immer zu faul war, kein Hostel im Voraus gebucht und auch keine Recherche betrieben. Also schaue ich vor Ort, was sich so ergibt. Die ersten fünf sind ausgebucht. Nummer sechs hat noch ein Bettchen frei für 220 Pesos die Nacht im 10er mixed dorm inkl. Frühstück. Nehm‘ ich.

Wat soll der Geiz, zieh durch die Karte

Die nächsten Tage erkunde ich wie üblich die Stadt, Cancun ist nett. Vieles erinnert mich an Asien, es ist alles so herrlich unperfekt. Holprige Straßen, knatternde Rost-Autos und Verkehrspolizei, die wie wild herum fuchtelt.

Im Hostel hatte ich Girish kennengelernt. Er ist Kanadier und stammt aus meinem Lieblingsort Kelowna (Insider wissen Bescheid ;-). Zusammen erlaufen wir uns die Gegend und essen Lunch. Ein Mexikaner am Nebentisch übersetzt uns die Karte und übernimmt auch die Bestellung für uns. In den kleinen Lädchen wird meistens nur Spanisch gesprochen.

Einen Tag später gehts für mich schon weiter Richtung Süden nach Playa del Carmen. Sonne, Strand und Meer. So!

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Per Zufall erfahre ich, dass aktuell ein Techno-Festival stattfindet und mache mich kundig. ‚The BPM Festival’ scheint auch schon einen kleinen, bescheidenen Bekanntheitsgrad erworben zu haben. Viele junge Leute sind nur deshalb in der Stadt. Auch ich schnappe mir ein Ticket und gehe zu einem Daytime Rave am Strand:

Ok. Meine Hardcore-Techno-Zeiten sind schon lange vorbei. Kinners, das waren noch Zeiten. Damals, zur Love Parade 1999 in Berlin…
Die Strand-Party war ganz nett. Aber erstens war ich gefühlt eine der ganz, ganz wenigen mit Ohrstöpseln. Das ist wohl viel zu erwachsen. Außerdem habe ich keine verbotenen Substanzen zu mir genommen. Somit bin ich nach ein paar Stunden müde und will ins Bett.

Als ich mich wieder fit fühle geht’s weiter mit Kulturprogramm. Es geht zu den Maya-Stätten in Tulum:

Kulinarisch ist Mexiko auf jeden Fall spannend, es gibt vor allem Tacos, klar, aber nicht nur:

Was ich witzig finde, ganz viele Pflanzen, die bei uns in Büros und Wohnzimmern stehen, wachsen hier draußen, im Straßengraben, im Garten, einfach überall:

Habt ihr gewusst, dass bis 2003 in Puebla der VW Käfer produziert wurde?! Also der alte, olle Käfer. Entsprechend viele dieser Exemplare kann man hier noch fahren sehen. #UndläuftUndläuft Außerdem fahren hier viele VW-Modelle, die es bei uns nicht gibt. (siehe Foto-Galerie weiter oben)

Das Hostel-Leben in Mexiko ist anders. Es gibt meistens nur ‚mixed dorms’, also Frauen & Männer sind nicht getrennt. Das ist auch überhaupt nicht dramatisch. Jedoch gibt es eine kleine aber feine Unannehmlichkeit, über die ich jetzt mal reden will:

Jede Menge Quesos Quantos* in Mexiko

Jungs, warum ist es so schwer, jeden Tag 1. zu duschen 2. ein frisches (!) Paar Socken anzuziehen und 3. eure Schuhe zum Lüften vor die Tür zu stellen? Ihr könnt zuhause stinken wie ihr wollt, aber nicht im Hostel, wo auch noch andere Menschen im Zimmer atmen wollen. Danke!

Aus dem mixed Hostel gehts für mich nun in die Unterkunft im Fairmont. Ich bin gespannt und freue mich auf die Zeit in den Rockies. Die nächsten Wochen hab ich auf jeden Fall ausreichend Action, deshalb kann ich noch nicht abschätzen, wann der nächste Blog in die Presse geht.

Keep you posted!

*Ein kleines Wortspiel muss sein, auch wenns Null Sinn ergibt.

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4 Kommentare

  1. Schöne Bilder, schöne Landschaft…. das Essen jedoch erinnert optisch ein wenig an ein diverses Camp-Essen.
    Noch ein kleiner Nachtrag „unnützes Wissen“ – der derzeitige VW Beetle wird ebenfalls in Mexico produziert.
    Bis demnächst… 🙂

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  2. Hallo Tanja, Mensch, in Cancun hättest du bei einem Onkel von mir Eis essen können! Er ist Österreicher und lebt schon ewig in Cancun…und macht dort leckeres Eis! ;o) Viel Spaß jetzt in Eis und Schnee in Banff! Hier alles beim Alten…

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    • Also diese Ösis sind echt überall! 😉 Schade, hätte mir sicherlich dort ein Eis geholt. Immerhin war ich beim Franzosen und hab mir einen Nutella-Crêpe gegönnt.

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